Recht auf elterliche Fürsorge 

Das Recht auf elterliche Fürsorge

Die Eltern sind die wichtigsten Personen für ein Kind. Deshalb soll der Staat die Eltern unterstützen, damit sie ihre Kinder erziehen können. Kinder sollen mit Mutter und Vater regelmäßig Zeit verbringen können. Wenn die Eltern sich aber nicht genügend um ihre Kinder kümmern oder sie sogar schlagen und nicht gut behandeln, muss der Staat dem Kind helfen.

 

Und das heißt?

"Aber bist du sicher, dass du alles dabei hast? Schlafsack?" - "Hab ich." - "Isomatte?" - "Hab ich!" - "Schlafanzug und Mütze, falls es kalt ist?" - "Hab ich!" - "Zahnbürste, feste Schuhe, Kuscheltier ..." - "Mama, ich fahr nicht das erste Mal ins Zeltlager. Außerdem bin ich schon 11, bemutter mich nicht immer so!" Lea rollt mit den Augen. Gleich kommt sicherlich noch ihr Vater in ihr Zimmer und hat auch noch ein paar Tipps, wie man sich im Notfall aus zwei Ästen ein Lagerfeuer macht oder wie man Tauwasser sammelt, falls die Wasservorräte ausgehen. Ihre Mutter wedelt schon wieder mit etwas: "Hach Lea, schau mal, was du noch vergessen hast, hier ist das Foto von Papa und mir, das wir in Folie eingeschweißt haben. Das kannst du abends mit in den Schlafsack nehmen und selbst wenn's regnet, wird es nicht nass, und du kannst uns anschauen!"

 

Das nervt!

Manchmal kann einem die Fürsorge der Eltern ganz schön auf den Keks gehen. Eltern wollen wissen, was man tut und mit wem und wann man wieder zu Hause ist. Denn Eltern wollen, dass es ihrem Kind gut geht. Das ist meist das Wichtigste für sie und für fast alle Eltern so normal, dass sie sich gar nicht vorstellen, wie es anders wäre. Manchmal ist es für Mütter oder Väter jedoch schwierig, sich um ihre Kinder zu kümmern. Sie haben vielleicht nicht genug Geld oder sie haben kaum Zeit, weil sie arbeiten müssen. Der Staat hat sich dazu verpflichtet, Eltern besonders zu unterstützen. Er zahlt ihn zum Beispiel "Kindergeld", um sie zu unterstützen. Oder es gibt Kinderhorte und Mittagsbetreuungen, wo Kinder spielen und lernen können, während die Eltern noch bei der Arbeit sind. Wenn sich Eltern scheiden lassen oder trennen, haben Kinder ein Recht auf beide Elternteile. Aber was ist, wenn sich Mutter und Vater nicht einigen können? Das Familiengericht entscheidet, wo die Kinder aufwachsen und hört dabei nicht nur Fachleute, sondern – wenn sie dafür schon alt genug sind – auch die Kinder mit an. Dabei geht es nicht darum, was für die Eltern besser ist, sondern wo es dem Kind am besten geht.

 

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