Deine Fragen zu Corona: 

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Wir versuchen, deine Frage so schnell wie möglich zu beantworten. Die Antwort findest du dann hier auf pomki.de.

Was ist ein Virus?

Viren brauchen einen Wirt (Quelle: pomki.de)

Einzahl: das Virus oder der Virus
Mehrzahl: die Viren

Ein Virus ist ein Krankheitserreger. Das heißt, ein Virus kann eine Krankheit auslösen. Zum Überleben braucht ein Virus einen "Wirt". Ein Wirt ist ein anderes Lebewesen, in dessen Körper der Virus lebt. Das kann ein Tier sein, zum Beispiel: eine Stechmücke, eine Fledermaus, ein Schwein. Auch der Mensch kann ein Wirt sein. Menschen bestehen aus Millionen von Zellen. Zellen sind sowas wie Bausteine.

Ein Virus benutzt diese Zellen, um sich darin zu vermehren. Aber der menschliche Körper kämpft dagegegen an. Der Körper stößt alle Zellen ab, die vom Virus befallen sind. Die kaputten Zellen werden nach draußen befördert. Die kaputten Zellen kommen dann bei dir als Schleimm aus der Lunge, wenn du hustest. Das gleiche passiert, wenn dir die Nase läuft. Außerdem heizt sich dein Körper selbst auf. Du bekommst Fieber. Diese Hitze mag der Virus überhaupt nicht. ALSO: Die Krankheit ist eigentlich nur der Kampf des Körpers gegen den Virus.

Corona, SARS-CoV-2 oder COVID-19?

Quelle: pomki.de

Es gibt viele verschiedene Corona-Viren ("Viren" ist übrigens die Mehrzahl von Virus). Schon seit mehr als 50 Jahren sind diese Corona-Viren bekannt. Das Corona-Virus, das jetzt gerade die Leute krank macht, heißt eigentlich SARS-CoV-2.

  • "SARS" ist die Abkürzung für "Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom". Das bedeutet so viel wie: eine schnelle und schwere Erkranung der Atmung.
  • "CoV" steht für Corona-Virus.
  • "2", weil es das zweite Virus dieser Art ist. Im Jahr 2002 ist schon mal ein anderes SARS-Virus ausgebrochen.

Der Virus SARS-CoV-2 löst eine Krankheit aus. Diese Krankheit heißt COVID-19. Diese Krankheit führt zu trockenem Husten, Fieber und im schlimmeren Fall zu einer Lungenentzündung. COVID-19 ist die Kurzform für "coronavirus disease 2019".

  • "coronavirus disease" ist Englisch und heißt auf Deutsch: "Coronavirus Krankheit"
  • "2019" ist das Jahr, in dem die Krankheit entdeckt wurde.

Was heißt Corona?

Korona bei der Sonnenfinsternis 11.8.1999 (Quelle: pomki.de)

Das Wort "Corona" ist ein lateinisches Wort. Übersetzt heißt das "Kranz" oder "Krone". Das Corona-Virus sieht so aus, als hätte es eine Krone auf. Deswegen der Name Corona.

 

Übrigens: Die Sonne hat auch eine Corona. Die wird aber mit "K" geschrieben. Die Korona ist nur bei einer Sonnenfinsternis sichtbar. Die Korona ist ein strahlender Kranz, der um die Sonne leuchtet. Die nächste Sonnenfinsternis in Bayern ist am 3. September 2081.

Wie groß ist das Corona?

Ein Haar ist 1000mal dicker als ein Corona-Virus (Quelle: pomki.de)

Das Corona-Virus ist etwa 120 Nanometer groß. Eigentlich sollte es heißen: "120 Nanometer klein". Denn ein menschliches Haar ist tausend mal dicker als ein Corona-Virus. 

Warum hamstern die Leute Klopapier und Nudeln?

Bild: pomki.de

Manche Regale in den Supermärkten und Drogerien wurden in den letzten Wochen leerer und leerer. Vor allem Klopapier und Nudeln waren plötzlich schwer zu bekommen. Fast wie Hamster legen Menschen zurzeit Vorräte von Dingen an, die sie als besonders wichtig im Falle einer Quarantäne ansehen.  

Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Menschen sich selbst und ihre Familien beschützen wollen, auch wenn sie eigentlich gar nicht so viel machen können. Ein Symbol für diese Sicherheit ist Klopapier – man braucht es immer, wenn man keines hat kann das ganz schön blöd sein, es kostet nicht viel und es ist vor allem lange haltbar. Ähnlich verhält es sich wahrscheinlich auch mit den Nudeln – jeder mag sie und kann sie zubereiten, es gibt sie so günstig, dass man viel davon kaufen und lagern kann und hungrig wird man auch in Quarantäne. 

Eine andere Erklärung ist, dass Toilettenpapier ein Symbol dafür ist, Dinge regeln zu können, vor denen wir uns ekeln. Wenn wir uns nun vor einem Virus fürchten oder ekeln, gegen den wir noch wenig ausrichten können, greifen wir auf Mittel zurück, die wir kennen und die uns schon gute Dienste gegen den Ekel erwiesen haben. Was man statt Klopapier sonst noch hernehmen kann und wie lange es das schon gibt, kannst du in einem Video vom WDR anschauen.:

Video ansehen!

Und natürlich wirken die leeren Supermarktregale so, als wären wichtige Nahrungsmittel und Hygieneartikel gerade wirklich knapp. Das sorgt umso mehr dafür, dass wir versuchen, Vorräte anzulegen. Man weiß ja nie. Besser ist aber, nachzudenken, ob man nicht doch noch genug Rollen des weißen Goldes Zuhause hat, diese reichen vielleicht noch, bis der Supermarkt das nächste mal beliefert wird. Und: dann haben auch andere die Chance, welches zu kaufen.

Wie kann ich helfen?

Zunächst einmal gilt, dass du schon sehr gut helfen kannst, indem du einfach nichts tust und daheim bleibst. Oder besser gesagt, indem du auf ein paar Sachen verzichtest, wie zum Beispiel Freunde und Freundinnen treffen, auf den Spielplatz gehen oder draußen abhängen. 

Wenn du aber gerne aktiv helfen möchtest, gibt es auch ein paar Sachen die du tun kannst und ein paar Dinge die du beachten solltest.

Einkaufen und Erledigungen 

Ältere und kranke Menschen auch Menschen, die sich nicht so gut bewegen können, brauchen gerade jetzt, wo sie nicht rausgehen sollen, Unterstützung in alltäglichen Dingen – einige davon kannst du übernehmen: z.B Lebensmittel einkaufen, Dinge besorgen, mit dem Hund rausgehen. 

Schau dabei, dass du deine Hilfe vor allem in deiner direkten Umgebung anbietest. Am Besten hängst du einen Zettel mit deinem Angebot im Hausflur auf, oder schreibst Nachbarn oder Nachbarinnen, die du gut kennst eine Nachricht. Denke daran, dass deine Hilfe dann am sinnvollsten ist, wenn du persönlichen Kontakt vermeidest und immer ordentlichen Abstand hältst, auch bei der Übergabe von Einkaufszetteln, den Einkäufen oder dem Hund.

Freude bereiten und aufmerksam sein 

Die aktuelle Situation ist für alle Menschen seltsam. Du kannst aber dafür sorgen, dass Menschen in deinem Umfeld nicht so alleine sind. Auch wenn du deine Freunde, Verwandten und Nachbarinnen gerade nicht persönlich treffen kannst, kannst du ihnen eine Freude bereiten, indem du sie mal anrufst, dich erkundigst, wie es ihnen geht oder sie mit lustigen Bildern aus deiner Zeit zuhause auf dem Laufenden hältst. Du könntest auch die diese Gelegenheit nutzen und sogar einen echten Brief oder eine Karte schreiben. 

 

Darf ich noch auf den Spielplatz gehen?

Bild: pomki.de

Du hast bestimmt schon das Schlagwort #stayathome, oder auf bayrisch #bleibdahoam gehört oder gesehen. Dahinter verbirgt sich der Aufruf, jetzt einfach mal zu Hause zu bleiben und nur dann rauszugehen, wenn es wirklich nötig ist, z.B. zum Einkaufen, aber auch, um sich ein bisschen zu bewegen und frische Luft zu schnappen. Damit sich jetzt aber nicht überall dort, wo man gut “drausen sein” kann, Gruppen von Menschen sammeln und sich gegenseitig mit dem Virus anstecken, wurden viele Orte, die man sonst gerne nutzt, gesperrt. Dazu gehören auch Sportplätze und Spielplätze. 

Das heißt, du darfst im Moment nicht auf den Spielplatz gehen, auch nicht alleine. Wenn du trotzdem mal rausgehen musst, an die frische Luft, ist es wichtig, Plätze mit vielen Menschen zu meiden und immer einen größtmöglichen Abstand zu anderen zu halten. 

Was du darfst, und was nicht, kann sich immer wieder ändern. Wenn du dir unsicher bist, frag deine Eltern und recherchiert zusammen nach den aktuellen Regeln. 

Was macht das Virus - warum muss ich Zuhause bleiben?

Telefonieren statt besuchen (Grafik: Jana Patzak)

Das Virus gefährdet einen großen Teil unserer Mitmenschen. Durch die Lungenentzündung kann der erkrankte Menschen nicht mehr richtig atmen. Damit nun das Hirn, das Herz und andere wichtige Organe noch genügen Sauerstoff bekommen, muss das Herz viel mehr arbeiten und Blut durch den Körper pumpen. Das macht es auch, wenn du Sport machst, nur da kannst du Pause machen. Bei der Krankheit muss es das die ganzen Zeit machen. 
Wenn jetzt der erkrankte Mensch ein schwaches Herz hat, weil es schon ein ganzes Leben gepumpt hat oder weil es schon krank war, kann es einfach nicht mehr gut weiter pumpen und der Mensch braucht dringend Hilfe von Ärzten. 

Das heißt, dass vor allem ältere oder herzkranke Menschen von dem Virus gefährdet sind. 

Wenn jetzt ganz viele Menschen krank werden, sind auch viele von diesen gefährdeten Menschen von den Ärzten zu behandeln. In Deutschland gibt es viele Intensivbetten mit Beatmungsmaschinen. Nur, auch die sind irgendwann alle belegt. Wenn diese Betten alle voll sind, müssen die armen Ärzte entscheiden, wer ein Bett bekommt und wer nicht. Diese Entscheidung, letztlich dann auch über Leben und Tod will eigentlich kein Arzt auf sich nehmen. Die Ärzte wollen ALLE Leben retten. 

Damit sie das können, dürfen sich nicht so viele Menschen gleichzeitig anstecken. Wenn wir jetzt alle Zuhause bleiben, können sich nicht so viele anstecken und die Ärzte haben weniger Menschen zu behandeln. Das gibt ihnen Zeit, die Menschen wieder gesund zu manchen, bis ein neu erkrankter Mensch behandelt werden muss. Es bleiben also genügen Intensivbetten frei.   

Dazu gibt eine Seite im Netz, die dir zeigt, wie wichtig es ist, Zuhause zu bleiben. Im linken Feld siehst du, wie sich die Menschen anstecken, wenn man nichts dagegen macht. Im rechten Feld bewegen sich nur 25. Hier siehst du, dass sich die Krankheit viel langsamer ausbreitet. Die grünen Punkte sind noch nicht erkrankte Menschen. Die Roten sind krank. Die Blauen waren krank und sind jetzt immun. Und die Schwarzen sind leider gestorben. 

Hier kannst du die Seite öffnen!

Wie lange dauert die „Corona-Krise“?

Dadurch, dass unsere Körper das Virus nicht kennen und bekämpfen, können wir daran erkranken und andere anstecken. Hat unser Körper die Krankheit erfolgreich bekämpft, kennt er das Virus und lässt sich nicht mehr anstecken. Man ist gegen das Virus immun geworden. Ohne diese Immunität steckt 1 kranker Menschen weitere Menschen an. Diese Zahl ( man nennt sie Reproduktonszahl) lag vor ein paar Wochen, Anfang März, bei ca. 3. Das hieß, dass ein Mensch drei weitere Menschen angesteckt hatte. Ende April hat sich diese Zahl nun verringert. Sie liegt nun etwa bei 0, 7 - 1. Wichtig wäre, dass diese Zahl aber unter 1 kommt und bleibt, also Null komma neun, acht, sieben, usw.

Die Rechnung zu ein Mensch steckt 3 weitere an, war: Wenn von diesen 3 Menschen 2 das Virus schon hatten oder durch einen Impfstoff immun geworden sind, erkrankt nur noch 1 und kann andere Menschen anstecken. Dann breitet sich die Krankheit nicht mehr aus und verschwindet dann langsam. Wenn du dir die Seite mit der Simulation angeschaut hast, erkennst du, dass die blauen Punkte nicht mehr erkranken können und weniger rote Punkte entstehen. Wenn 2/3 der Menschen immun sind, bremsen diese (blaue) die weitere Ansteckung. 
Du siehst, ein bissl was ist also schon besser geworden. Da wir wollen, dass es nicht wieder so wird, wie hier im Beispiel: bitte weiter gut an die Regeln halten.

Die Experten schätzen, das könnte Monate oder Jahre dauern, wenn kein Impfstoff entwickelt wird. Natürlich müssen wir nicht die ganze Zeit daheim bleiben. Wissenschaftler, Ärztinnen und Politiker werden "Hin- und Herschalten" zwischen: alle bleiben daheim und man darf wieder raus. Das nennt man die On-Off-Strategie. So "können" sich dann genügend anstecken, ohne dass die Intensivbetten überbelegt sind.  
Wichtig ist es, den Empfehlungen der Ärzte und Wissenschaftlerinnen zu folgen. Die haben immer ein Auge darauf, wie viele Menschen erkrankt sind und wie viele Intensiv-Betten frei sind.  

Hier gibt es ein gutes Video, das dir das erklärt. 

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