Ramadama: 

Ramadama

Grafik: Lukas Wossagk

Am 29. Oktober im Jahr 1949 war München nicht so schön wie heute. Der Krieg war seit gut vier Jahren zu Ende und noch immer waren viele Häuser zerstört. Auf den Straßen lagen Steine und Schutt. Noch dazu hatten die Menschen nur wenig zu essen. Es fehlte Brennholz zum Heizen.


Damals war Thomas Wimmer der Oberbürgermeister von München. Er wollte, dass die Münchner wieder nach vorne blicken und die dunklen Jahre des Krieges hinter sich lassen. Dazu musste die Stadt erst einmal wieder aufgeräumt werden. Also rief er mit den Worten "Rama dama!" die Münchner zum gemeinsamen Saubermachen auf. "Rama dama!" ist bayrisch und heißt sowas wie "Wir räumen auf!"


An diesem Tag nahmen tausende Münchner die Schaufel in die Hand und fingen an, die Trümmerhaufen wegzuräumen. Auch Kinder halfen mit. Schnell sah München wieder schöner aus. Seitdem steht "Ramadama" für gemeinsame Saubermach-Aktionen.