Pfingstochse 

Pfingstochsen und Palmesel

Warst du schon mal ein Pfingstochse, Pfingstl oder Palmesel? In Bayern und Österreich gibt es die alte Regel, dass derjenige der am Pfingstsonntag am längsten schläft, zum Pfingstochsen ernannt wird. Und damit das alle mitbekommen, wird er der ganzen Welt in einer Schubkarre präsentiert. Also am Abend vor Pfingstsonntag den Wecker stellen und früh aufstehen. Am besten zuerst. Gleiches gilt für den Abend vor Palmsonntag - also der Sonntag vorm Ostersonntag. Denn wer am Palmsonntag als letzter aufsteht, darf als Palmesel gehänselt werden. In München gibt es das Wasservogelfest, das hat ganz viel mit dem Pfingstochsen zu tun.

 

Übrigens: Eigentlich ist ein Pfingstochse ein festlich geschmückter Ochse, der am Pfingstsonntag durch das Dorf getrieben wird. Aber das passiert nicht in der Stadt. Diesen Brauch findest du nur noch auf dem Land. Dort bringen die Bauern ihre Kühe an Pfingsten auf die Weide. Das stärkste Tier wird dabei mit Blumen und Bändern geschmückt und läuft an der Spitze. Das ist in der Regel ein Ochse, also der Pfingstochse.