Ludwig-Maximilians-Universität 

Ludwig-Maximilians-Universität

Die Ludwig-Maximilians-Universität ist die größte Universität in München.

 

Sie wurde 1472 mit der Genehmigung des Herzoges Ludwig IX. in Ingolstadt unter dem Namen "Universität Ingolstadt" (damals auch Hohe Schule genannt) gegründet. Zu Beginn gab es nur vier Fächer (sogenannte Fakultäten), die man Studieren konnte: Philosophie, Medizin, Jura und Theologie (Religion). Weil Ingolstadt im Jahre 1800 davon bedroht war, von einer feindlichen Armee eingenommen zu werden, verlegte König Ludwig I. die Universität nach Landshut. 1802 hat die Universität dann den Namen erhalten, den sie heute noch trägt: Ludwig-Maximilians-Universität, benannt nach dem Gründer Herzog Ludwig IX. und König Maximilian I..

 

1826, also vor fast 200 Jahren, holte König Ludwig I. die LMU schließlich nach München, wo sie für ein paar Jahre im ehemaligen Jesuitenkolleg untergebracht war.  Erst 1840, als das von Friedrich Gärtner geplante Hauptgebäude fertiggestellt war, wurde die Universität dorthin verlegt, in die Leopoldstraße, an die Grenze von Maxvorstadt und Schwabing. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurde die LMU von hochrangigen Gelehrten geprägt - wie zum Beispiel Wilhelm Conrad Röntgen, den Entdecker der Röntgenstrahlen - und die Gebäude und Institute wurden immer mehr ausgebaut.

 

In der Zeit des Nationalsozialismus - also von 1933 bis 1945 - wurden viele Professoren, die eine nicht gewünschte politische Einstellung hatten oder Juden waren, entlassen. Um gegen die damals herrschende, unmenschliche Diktatur zu rebellieren, entstand während des zweiten Weltkrieges an der LMU eine Widerstands Gruppe, die  sich "Die Weiße Rose" nannte. In dieser Gruppe schlossen sich eine handvoll Studentinnen und Studenten und auch ein Professor zusammen, um in München (und später auch in anderen deutschen Städten) Flugblätter zu verteilen, die auf die Ungerechtigkeit der Regierung aufmerksam machten und zum Widerstand aufriefen. Bei einer dieser Aktionen wurden die Geschwister Sophie und Hans Scholl, welche "Die Weiße Rose" gegründet hatten, beobachtet und verraten - und wenig später vor Gericht zum Tode verurteilt.   

 

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs lagen die meisten Gebäude der LMU in Trümmern, und ein großer Teil der Bücher aus der Universitätsbibliothek war zerstört oder verschollen. In den Jahren danach wurde die Ludwigs-Maximilian-Universität jedoch wieder vollständig aufgebaut.

 

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Hochschule mehr und mehr erweitert, und es entstanden viele Gebäude auch in anderen Stadtteilen wie beispielsweise Oberschleißheim, Garching oder Großhadern.

Übrigens: Kurz vor ihrem Umzug nach München studierten an der Ludwig-Maximilian-Universität knapp 1000 Studenten, heute sind es über 51.000!

Und erst seit dem Jahr 1903 ist es in Bayern auch Frauen erlaubt, zu studieren. In den ersten Jahren war von 100 Studierende nur eine einzige weiblich,  heute sind mehr als die Hälfte der Studierenden Frauen!