Indianer in München

Indianer

Büffel auf der Wiesn

An Fasching gibt's natürlich auch in München jede Menge Indianer. Vor über 120 Jahren jedoch konnten die Menschen echte Indianer und Cowboys bewundern - und das mitten in München, auf der Theresienwiese, wo im Herbst das Oktoberfest gefeiert wird. "Buffalo Bill’s Wild West Show" war 1890 in München zu Gast: In dieser Schau, die aus den USA kam, traten echte Indianer und Cowboys auf: Sie zeigten Reit- und Schießübungen, führten vor, wie man mit dem Lasso Büffel einfängt und die Cowboy-Kapelle spielte dazu Musik. Über 200 Cowboys, 170 Pferde und 20 Bisons waren von Amerika mit einem Schiff nach Europa gebracht worden, um dann auch auf der Wiesn bestaunt zu werden. Unter ihnen auch der berühmte Lakota-Sioux Indianer-Häuptling Sitting Bull.

 

Alles nur eine Show

Ausgedachte hatte sich die Show William Frederick Cody, genannt Buffalo Bill, der selbst einmal Cowboy im Wilden Westen war. Er hatte die Idee einer Indianer-Schau, mit der er viel Geld verdienen könnte. Das hat er auch getan, aber auch, weil nicht alles mit rechten Dingen zuging: Er zwang Indianer, mit ihm mitzureisen und in seiner Show aufzutreten. Außerdem hat William Cody das Indianer-Leben so gezeigt, wie es sich die Weißen vorstellten, und nicht so, wie es wirklich war.