Geschwister Scholl 

Geschwister Scholl

Grafik: Lukas Wossagk

Hans und Sophie Scholl waren zwei von insgesamt sechs Geschwistern der Familie Scholl. Sie waren Mitglieder einer Münchner Studentengruppe, die sich in der Zeit des zweiten Weltkriegs gegen den Nationalsozialismus und gegen den Diktator Adolf Hitler einsetzte. Die Studentengruppe nannte sich die "Weiße Rose"und bestand neben Hans und Sophie noch aus vielen weiteren Mitgliedern, wie beispielsweise Christoph Probst, Willi Graf und Alexander Schmorell. Wer sich gegen den Nationalsozialismus bekannte, galt als Widerstandskämpfer und wurde auch als solcher bestraft. Trotz dieser Gefahr verteilte die "Weiße Rose" über ein Jahr lang Flugblätter, in welchen sie die deutsche Bevölkerung zum Widerstand aufforderte. Die letzten Flugblätter wurden 1943 in der Ludwig-Maximilians-Universität in München verteilt. Hier wurden Sophie und Hans beim Auslegen der Flugblätter am 18. Februar 1943 von einem Hausmeister überrascht und nur wenige Tage später zum Tode verurteilt. Trotz der großen Gefahr traten die Geschwister Scholl damals für ihre Überzeugungen ein und gelten daher bis heute als zwei der berühmtesten Widerstandskämpfer des  Nationalsozialismus. Als Gedenken kannst du übrigens bis heute vor der Ludwig-Maximilians-Universität einige in den Boden eingelassene Flugblätter der Gruppe bewundern. Dieser Platz ist auch nach den Geschwistern benannt, ebenso wie auch das Sophie-Scholl-Gymnasium in Schwabing.