Derblecken 

Derblecken

In dem bayrischen Wort "derblecken" steckt das Wort "blecken". Blecken heißt "die Zähne zeigen".  Wenn man jemanden die Zähne zeigt dann grinst man ihn oder sie an. Beim "Derblecken" macht man sich über jemanden lustig. Nicht im Bösen Sinne. Und auch nicht hinter dem Rücken dieser Person. Aber das "Derblecken" darf schon ein bisschen ehrlich sein. Denn eigentlich geht es darum jemanden seine oder ihre komischen Eigenarten zu zeigen. So, dass jemand auch über sich selbst lachen kann. Wer einen auf "beleidigte Leberwurscht" macht, wurde noch mehr ausgelacht.

 

Heute richtet sich das Derblecken oft gegen bekannte und berühmte Personen und Politiker. Zum Beispiel auf dem Nockherberg. Das Derblecken ist eine alte bayrische Tradition. Früher haben Wirte ihre Stammgäste ganz besonders begrüßt. Das Dorf war klein. Also kannte der Wirt jede(n) im Dorf und auch die Geschichten über ihn/sie. Wenn jemand ins Wirtshaus kam, wurde er/sie vom Wirt den anderen Gästen auf lustige Art "vorgestellt". Auf bayrisch sagt man "naufgschossen". Wichtig ist, dass man dabei über sich selbst lachen kann. Wer die "beleidigte Leberwurscht" spielt, wird nur noch mehr ausgelacht.