Was tun gegen Corona?: 

(nicht nur) zu Hause bleiben

In den letzten Wochen durftest du nicht in die Schule, dich nicht mit Freunden treffen und deine Großeltern nicht besuchen. Weil sich die Lage ein bisschen gebessert hat, sind die Regeln nicht mehr ganz so streng.

Draußen ist schönes Wetter (nicht immer) und zu Hause wird's immer langweiliger. Da will jede und jeder gerne raus.  Mit Freunden zum Fußballspielen, mit dem Roller durch die Nachbarschaft sausen oder am Spielplatz rumhängen.

Einiges davon darfst du jetzt (mit Einschränkungen) wieder machen, denn: Frische Luft ist gesund. Sport, Bewegung und Kontakt zu anderen Menschen auch. Deshalb darfst du spazieren gehen und dich drausen aufhalten. Das geht natürlich allein, aber auch mit deiner Familie oder zusammen mit einer anderen Familie (zwei-Haushalte-Regel) z.B. mit der Familie deiner besten Freundin oder mit deiner Tante und deinem Cousin (P.S. es muss nicht immer die ganze Familie dabei sein).

Es gilt aber immer noch: Je weniger Leute draußen sind, umso weniger Leute können sich anstecken. Vermeide also, dich mit zu vielen Leuten zu treffen und sei besonders rücksichtsvoll gegenüber Menschen für die eine Erkankung gefährlich sein könnte.

So kannst du deine Zeit auch wieder mit Anderen verbringen, das Virus kann sich aber trotzdem nicht so schnell ausbreiten.

Hände waschen

Du hast irgendwo hingefasst, wo du eigentlich nicht hinfassen wolltest. Zum Beispiel den Rahmen deiner Haustür, die Stange im Bus, in der U-Bahn, oder den Einkaufswagen. Das ist sehr schnell passiert. Meistens auch noch ohne, dass du es merkst. Das lässt sich fast nicht verhindern. Was ganz gut klappt, ist, die Hände oft und gründlich zu waschen. Wasche deine Hände immer, wenn du nach Hause kommst oder bevor du das Haus verlässt. Und natürlich immer nach der Toilette. Und vor dem Essen. Und zwischendrin auch noch ein paar mal. Wichtig: Du musst die Hände lange  mit Seife einreiben; etwa 20-30 Sekunden lang (1x HappyBirthday-Singen-lang). Auch die Handrücken, die Armgelenke und zwischen den Fingern einseifen. Danach die Seife richtig gut abwaschen. Abtrocknen. Hier gibt's Anleitungen für richtiges Händewaschen zum Ausdrucken

Nicht ins Gesicht fassen

Das Corona-Virus verbreitet sich über die Schmierinfektion. Wenn du ein Corona-Virus auf der Hand hast, dann passiert erstmal nichts. Die Haut ist ein Schutzschild. Da kommt nix durch. Aber der Schutzschild hat Löcher: Mund, Nasenlöcher, Augen. Sobald du dir also die Augen reibst (z.B. weil's dort juckt), kann der Virus in den Körper schlüpfen. Das passiert übrigens auch, wenn du mit den Fingern isst oder in der Nase bohrst.

Trage eine Maske

Auch in der Tram gilt Maskenpflicht (Grafik: Jana Patzak)

Zur Zeit gilt in Bayern eine Maskenpflicht. Das heißt, wenn du zum Einkaufen gehst oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährst, musst du deinen Mund und einen Nase bedecken. Das gilt für alle Menschen ab sechs Jahren.

Das muss keine "professionelle" Maske sein. Denn die sind nicht immer so gut zu bekommen und sind auch teuer. Du darfst auch Tücher, Schals oder sogenannte Community-Masken tragen, wenn diese Mund und Nase gut abdecken. Community-Masken sind selber gemachte Masken aus Stoff.

Wenn du eine Maske trägst, denk daran, dass diese vor allem dafür gedacht ist andere Menschen zu schützen, für den Fall dass du krank bist ohne es zu merken. Die selbstgemachten Masken sind nicht geeignet um dich vor einer Ansteckung zu schützen. Auch ersetzen Masken nicht die anderen Empfehlungen wie möglichst wenig rausgehen, Abstand zu anderen Menschen halten, regelmäßig Händewaschen und dir nicht ins Geischt fassen (dabei helfen die Masken überigens auch).

Denk auch daran, deine Maske regelmäßig zu waschen oder in der Mikrowelle oder mit einem heißen Bügeleisen zu desinfizieren!

Die Kinderreporterinnen Emma und Sophie erklären dir im Video, wie du sehr einfach und ohne nähen ganz schnell eine Maske basteln kannst.

Gesund bleiben

Der beste Trick gegen krank werden, ist natürlich: gesund zu bleiben. Dabei helfen die oberen Punkte. Aber was auch noch dazu ganz gut hilft, sind starke Abwehrkräfte. Das heißt, gesundes Essen essen: Viel Gemüse, viel Obst und weniger Süßkram. Jede Kiwi, jede Gurke, jede Weintraube macht dich fitter. Genauso wichtig ist es, in Bewegung zu bleiben. Das ist nicht leicht, wenn du zu Hause bleiben sollst. Deshalb nicht die ganze Zeit auf dem Sofa sitzen oder im Bett liegen. Einmal täglich ein kleiner Spaziergang ums Haus ist bestimmt immer drin.