Ein Bericht über den Amoklauf am OEZ 

Was war los in München?

Grafik: Jana Patzak

Am Freitag, den 22.07.2016 ereignete sich in München beim Olympiaeinkaufszentrum (OEZ) ein schrecklicher Amoklauf. Ein 18-Jähriger hatte in einem Schnellrestaurant plötzlich zu schießen begonnen. Dabei wurden viele Menschen verletzt und neun getötet. Die meisten davon Jugendliche. Schließlich erschoss der Täter sich selbst.
Insgesamt waren am Freitag sehr schnell rund 2300 Polizisten in ganz München im Einsatz. Sehr sehr viele, denn zunächst wusste man ja auch noch nicht, um welche Gewalttat es sich handelt und man wollte somit sicher stellen, dass die Münchner Bevölkerung gut geschützt ist. Durch den Einsatz der vielen Polizisten und anderer Hilfskräfte konnte der Täter schnell ermittelt werden. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht und sind nun dort in guten Händen.

Viele legen an dem Tatort Blumen ab oder zünden Kerzen an, um der Menschen zu gedenken, die umgebracht wurden.
Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter hat vorgeschlagen, in der Woche nach dem Amok um die Opfer zu trauern. Deshalb wurden auch viele Feiern und Veranstaltungen, die in dieser Woche stattfinden sollten, abgesagt.

 

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Wie hat München reagiert?

In der Situation, als noch vieles unklar war, die U-Bahnen, Trambahnen und Busse nicht fuhren und man nicht wusste, wo die Täter sind und wie viele es sind, haben die Münchner und Münchnerinnen sich sehr hilfsbereit gezeigt. Viele haben die Schutzsuchenden bei sich aufgenommen. Dabei nutzten sie Twitter, WhatsApp, Facebook und Co. und haben über die Hashtags #offenetür, #offenetüren ihre Wohnung zum Schutz  und als vorübergehende Unterkunft angeboten. So konnten die Menschen in Sicherheit abwarten, bis sie wieder heimfahren konnten. 

Wie kann ich meine Traurigkeit zeigen?

Ganz München ist traurig. Ja auch eine Stadt kann traurig sein. In der Stadt ist es stiller geworden. Um an die Opfer zu denken, sind für diese Woche viele Feste abgesagt worden und die Fahnen in München hängen auf Halbmast. So drückt die Stadt ihre Trauer und Anteilnahme aus.

Viele Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, sind schockiert oder auch fassungslos, über das, was da in München und leider auch in anderen Städten passiert ist, Und es ist auch wirklich traurig. 

Vielleicht geht´s dir auch so: du bist traurig, weil so viele Menschen sterben mussten. Vielleicht musstest du sogar weinen. Das ist wirklich ganz normal. Du darfst traurig sein und das auch zeigen.
Aber was könntest du noch tun? Da haben wir für dich ein paar Vorschläge:

 

  • Im Münchner Rathaus und am OEZ liegt ein Buch aus (das heißt Kondolenzbuch), da kann jeder und jede - auch du - was reinschreiben und somit deine Gedanken an die Opfer, deren Familien und Freunde ausdrücken.
  • Am OEZ an der Hanauer Str. kann man Blumen oder Kerzen ablegen und somit ein Zeichen des Denkens an die Toten ausdrücken. Du kannst ein Bild malen, wo du zeichnest, was dir so durch den Kopf geht.
  • Du kannst auf ein Blatt Papier ein paar Worte oder Wünsche für die Gestorbenen schreiben, dann daraus ein Schifferl basteln und es z.B. an einem See oder an der Isar losschicken.
  • Du kannst mit deinen Eltern Zuhause oder in der Kirche eine Kerze anzünden und dabei den einen oder anderen Gedanken oder Wunsch für die Toten verbinden.
  • Du kannst auch diejenigen, an die du denkst, auf deine ganz eigene Weise in deine Gebete einschließen.

 

Mehr darüber wie du mit Trauer umgehen kannst, findest du auch auf diesen beiden Seiten...

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