Im Tierheim 

Tierheim Riemerstr.

Jährlich werden im Tierheim München bis zu 8000 Tiere abgegeben. Allein 2688 Kaninchen wohnen hier.
Wir, die Kinderreporter,  haben es für dich mit dem Münchener Ferienpass besucht:

Als erstes trafen wir uns mit Herrn Richard Fuchs, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Tierheims. Er erzählte uns, dass das Tierheim vor 173 Jahren als „Pferdekrankenhaus“ für schlecht behandelte Kutschnerpferde gegründet wurde. Inzwischen hat es mehr als 12.000 Mitglieder, die regelmäßig an das Tierheim spenden. Manchmal werden auch größere Beträge gespendet. Das ist auch gut so, denn das Tierheim, so sagte uns Herr Fuchs, sei so gut wie nur auf Spenden angewiesen. Wenn Tiere lange nicht abgeholt werden, werden sie auf einen Gnadenhof, eine Art Bauernhof, gebracht.

 

Er erklärte uns auch, warum Tiere abgegeben werden und was danach passiert. Die häufigsten Gründe sind:

- Nachwuchs

- Besitzer pflegeunfähig

- Zeitmangel

- Umzug

- Besitzer überfordert

- Keine artgerechte Haltung

- Fundtiere

- keine Lust

- Geldmangel

usw.


Wenn ein Tier abgegeben worden ist, wird es erst einmal auf Krankheiten wie Tollwut und auf Impfungen untersucht. Dann wird ihm ein Gehege zugeteilt. Ist es krank, kommt es in ein Quarantänegehege.

Nach dem interessanten Gespräch mit Herrn Fuchs, zeigte er uns ein Gehege, in dem damals, bei einer starken Überschwemmung, zwei Biber gerettet wurden. Doch als diese sich erholt hatten, verteidigten die Biber ihr Revier so stark, dass sich selbst die Pfleger kaum hinein trauten. Deswegen mussten sie wieder ausgesetzt werden.

Bei den Hunden...

Danach wurden wir zu den Hunden geführt. Uns wurde erklärt, dass die meisten Hunde wegen Zeitmangel abgegeben wurden. Die Hunde hier leben in kleinen Zwingern, doch es gibt auch riesige Freilaufgehege.

Bei den Katzen...

Wir marschierten zum Katzenhaus. Hier leben die verschiedensten Katzenarten. Auf Zetteln über ihrem Gehege konnten wir die Eigenschaften und den Namen der Katzen ablesen. Die Katze Minka z.B war sehr verschmust und hatte schon eine Pfotenoperation.

Bei den Kleintieren...

 Nun machten wir uns auf zum Kleintierhaus. Auf dem Weg kamen wir an einem Waschbärgehege vorbei. Der Waschbär dort fand unsere Kamera seeeeehr interesant, so dass er sie gleich mal anschleckte.Als wir im Kleintierhaus ankamen, waren dort Kaninchen, Hamster, Mäuse und Vögel zuhause. Hier gab es auch einen Papagei, der alles, was man gesagt hat, wiederholte,
Und stell dir vor: der Hamster wollte sich einfach nicht fotografieren lassen... .

 

Interview mit dem Leiter des Tierheims

Herr Richard Fuchs