Taube

 

 
 

Die haben einen Zahn drauf!!

Ohne Tauben hätte der römische Kaiser Nero vor über 2.000 Jahren alt ausgesehen: Die Ergebnisse der Gladiatorenkämpfe ließ er mit Brieftauben zu seinen Verwandten und Bekannten bringen. Wenn man Tauben nämlich trainiert, finden sie immer wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Und zwar mit einem ganz schönen Tempo: Tauben können bis zu 185 Stundenkilometer drauf kriegen! Da schlackern dem Postboten auf dem Fahrrad nur so die Ohren!

 
 
 
 

Heute braucht man keine Brieftauben mehr zur Beförderung von Nachrichten. Es gibt jedoch Menschen, die das Brieftauben-Fliegen als Hobby haben und ihre gurrenden Vögel auch zu Wettkämpfen bringen.

 
 
 
 

Energie-Spar-Fliegen

Eine trainierte Brieftaube kann am Tag bis zu 1.000 Kilometer fliegen. Sie könnte also morgens in München los fliegen und abends in Italien am Mittelmeer eine Nachricht abgeben. Die Botschaften werden den Tauben meist am Bein in einem Ring befestigt. Tauben haben so eine Ausdauer beim Fliegen, weil sie echte Meister im Segeln und Gleiten sind. Sie können so weite Strecken fliegen ohne einen einzigen Flügelschlag zu tun. Das spart Energie und so können sie viele Kilometer am Stück fliegen.

 
 
 
 

Eingebauter Kompass

Wie die Tauben zu ihrem Heimatort zurück finden, haben die Wissenschaftler noch nicht vollständig heraus gefunden. Man glaubt, dass sie sich nicht, wie andere Vögel die weite Strecken fliegen, am Stand der Sonne orientieren. Die Tauben haben eine Art eingebauten „Kompass“, mit dem sie das Magnetfeld der Erde spüren. Da dieses Feld an jedem Ort ein bisschen anders ist, können sie sich daran orientieren. Warum die Tauben aber zu ihrem Ausgangsort zurück kommen, weiß man: Tauben sind nämlich so genannte „Koloniebrüter“. Das heißt, sie leben in einer Gemeinschaft, zu der sie unbedingt zurückkehren möchten.

 
 
 
 

Echte Lebenskünstler

Tauben können weiß, grau, braun oder sogar bunt gemustert sein. Die wilden Felstauben leben, wie es der Name schon sagt, auf Felsen. Die Tauben, die wir kennen, suchen sich Nischen und Vorsprünge an Häusern in der Stadt. Tauben sind ziemlich anspruchslos: Sie fressen so ziemlich alles: Krümel, Samen, Körner, auch mal Würmer oder Schnecken. Außerdem fressen sie kleine Steinchen, denn die sorgen für eine bessere Verdauung (aber nur bei Tauben, nicht bei uns Menschen!)

 
 
 
 

Es werden immer mehr

Tauben können fünf bis sechs Mal im Jahr Junge bekommen. Dafür bauen sie dann kein besonderes Nest, sondern sie werfen ein paar Grashalme aufeinander, manchmal auch Draht oder Abfälle und fertig ist die Brutstätte. Mama und Papa Taube wechseln sich übrigens beim Brüten ab: Papa Taube sitzt von morgens bis nachmittags auf den Eiern danach ist Mama Taube dran!

 
 
 
 

Friedenstaube oder lästiger Dreckmacher?

Früher schon galten weiße Tauben als Symbol der Liebe und des Friedens. Das ist heute nicht anders: Zu Beginn der Olympischen Spiele steigen jedes Mal weiße Tauben in den Himmel. Ein Zeichen des Friedens! Die grauen Tauben, die in den Städten leben, entzücken viele Menschen jedoch gar nicht: Pro Jahr hinterlässt eine Taube 10 Kilogramm Vogeldreck. Und der stört nicht nur, sondern er zerstört Gebäude, Brunnen und Statuen. Der Kot ist nämlich so aggressiv, dass er Stein und Beton kaputt macht. Tauben zu füttern ist daher beinahe überall verboten.

graue Straßentaube
weiße Friedenstaube